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Grand Raid BCVS und Summer Bike Marathon neu in der Bike Marathon Classics

Die sechs Prüfungen zählende Bike Marathon Classics geht mit bedeutenden Änderungen in die 27. Saison. Zur Serie zählen 2023 auch der Grand Raid BCVS im Wallis und der Summer Bike Marathon in Château d`OEx. Die Schweizer Meisterschaften werden an der Eiger Bike Challenge in Grindelwald ausgetragen.

Sechs Prüfungen zählt die Bike Marathon Classics, die seit 1996 besteht. Auf den maximal 511 Kilometern gilt es mit dem Mountain Bike kraftraubende 19`971 Höhenmeter in den schönsten Bergregionen der West- und Zentralschweiz sowie im Wallis zurückzulegen. Den Auftakt macht wie schon im Vorjahr der Raid Evolenard FMV im beschaulichen Walliser Dorf Evoléne. Auf der anspruchsvollen Strecke wurden bereits eine Europameisterschaft und zwei Schweizermeisterschaften ausgetragen. Mit 62 Kilometern ist der Raid Evolenard FMV die kürzeste Prüfung in der Classics, mit 2660 Höhenmetern aber nicht die mit den geringsten Höhenunterschied. Auch für die zweite Prüfung, Groupe E BerGiBike, bleibt der Marathon-Tross in der Westschweiz. Diese Prüfung führt von Fribourg über die Anhöhen La Berra und Gibloux nach Bulle und bietet bei guter Sicht eine phantastische Aussicht aufs Greyerzerland.

Erstmals im Rahmen der Marathon-Rennserie ausgetragen wird der Summer Bike Marathon im früheren Bike-WM-Ort Château d`Oex. Obschon der Anlass noch relativ jung ist, geniesst er wegen seines hohen Singletrail-Anteils unter eingefleischten Marathonisti einen guten Ruf. Auch die Eiger Bike Challenge hat seit der Erstaustragung vor 25 Jahren bedeutende Streckenänderungen erfahren und wurde in den letzten Jahren wesentlich attraktiver für passionierte Trailfahrer. Zum runden Jubiläum zählt der Traditionsanlass zugleich als nationale Meisterschaft. 

24. Eiger Bike Challenge. Foto Martin Platter

Superlative am Grand Raid

Höhepunkt der Bike Marathon Classics ist auch im übertragenen Sinn der 1990 erstmals ausgetragene Grand Raid BCVS. 125 Kilometer misst der Höllenritt im Wallis zwischen Verbier und Grimentz, der als ältestes Mountainbike-Marathonrennen der Welt gilt und die längste Prüfung in der Classics ist. Als letzte Steigung vor dem Ziel führt der Marathon über den knapp 2800 Meter hohen Pas de Lona – auch das ein Rekord wie die total 5025 Höhenmeter. Mit bis zu 3000 Fahrer:innen ist der Grand Raid die  teilnehmerstärkste Prüfung innerhalb der Classics, gefolgt vom Iron Bike Race in Einsiedeln, bei dem rund 2000 Fahrer:innen starten. Das Iron Bike entwickelt sich unter neuer Führung zum dreitägigen Bikefestival und ist zugleich der krönende Abschluss der Bike Marathon Classics.

Ins Goldene Buch der Classics eigetragen haben sich Fahrer:innen von Weltruf, wie die Marathon-Weltmeister Christoph Sauser, Thomas Frischknecht, Ralph Näf, Alban Lakata und der fünfmalige Schweizermeister und siebenmalige Serien-Gesamtsieger Urs Huber; bei den Frauen die Marathon-Weltmeisterinnen Esther Süss, Jolanda Neff und Ramona Forchini.

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Konny Looser: Ein Schweizer Meister, der bereit ist, die Vereinigten Staaten zu erobern

Nachdem er sich 2022 zum zweiten Mal den Titel des Schweizer Meisters gesichert hatte, brauchte Konny Looser eine neue Motivationsquelle für 2023. Seine Auswahl für die “Lifetime Grand Prix Series” (eine prestigeträchtige Rennserie in den USA) war genau das, wonach er gesucht hatte. Infolgedessen werden wir den Schweizer in diesem Jahr nicht oft an der Startlinie eines Rennens in der Schweiz sehen. Die Raid Evolénard wird eine der wenigen Stationen sein, die Looser in seinem Heimatland absolvieren wird.

Letztes Jahr konntest du dir einen zweiten Schweizer Meistertitel sichern. Für jemanden, der so viele Rennen auf der ganzen Welt bestreitet und so viel Zeit außerhalb der Schweiz verbringt, wie wichtig war es da, das Schweizer Trikot zu gewinnen? 

Für mich war der Gewinn der Schweizer Meisterschaft immer das Hauptziel des letzten Jahres. Ich wusste, dass ich sie auf der BerGiBike-Strecke gewinnen kann, wenn ich in Topform bin. Am Tag des Rennens war ich so siegesgewiss, dass es fast keine Überraschung war und ich erst hinterher realisiert habe, wie viel es mir bedeutet. Auch die Art und Weise, wie ich gewonnen habe, war besonders. Es war ein super enger Sprint, aber ich habe nie aufgegeben – bis zu den letzten Zentimetern! Das Niveau im Marathonsport in der Schweiz ist von Jahr zu Jahr gestiegen und das Trikot des Landesmeisters auf der ganzen Welt zu tragen ist etwas ganz Besonderes. Es ist weltweit eine Ehre und jeder weiß, dass man etwas Großes erreicht hat. Es gab Rennen, bei denen ich härter kämpfen musste mit weniger Belohnung. Außerdem freuen sich viele Veranstalter, den Landesmeister einzuladen, was ein zusätzlicher Vorteil ist.

Bastien Gallay / GallayPhoto

2022 hattest du wieder eine extrem anstrengende Saison, in der du während 11 Monaten Rennen in der ganzen Welt gefahren bist. Was waren die besten Momente in diesem Jahr und wie lautet dein Gesamturteil?

Die Saison hat mit einer großen Enttäuschung begonnen, da ich das erste große Ziel (Cape Epic) wegen Covid verpasst habe. Aber danach konnte ich mich zurückkämpfen und das erste große Highlight war der zweite Sieg bei der Titan Desert in Marokko. Das war schon etwas Besonderes und danach kam das nächste große Highlight mit dem Schweizer Titel und auch dem 5. Sieg in Folge bei der Salzkammergut Trophy. Auch bei Wines2Whales in Südafrika konnte ich mit einem weiteren großen Sieg heimkehren, sodass die Gesamtbilanz sehr gut ausfiel. Aber es gab auch einige Enttäuschungen wie das Swiss Epic und die Weltmeisterschaften – ich weiß, dass ich besser hätte abschneiden können und auch sollen.

Marc Bassingthwaighte

Dieses Jahr wirst du hauptsächlich in den USA fahren, um an der “Lifetime Grand Prix Serie” teilzunehmen. Kannst du uns mehr über dieses Rennen erzählen und was es für dich bedeutet?

Die Lifetime Grand Prix Serie ist eine neue Serie mit 7 großen Rennen in den USA. Es handelt sich um eine Mischung aus Gravel- und MTB-Marathonrennen und es dürfen nur 35 Männer und 35 Frauen weltweit um den Titel der Serie fahren. Es ist also etwas ganz Besonderes und eine große Ehre, dass ich ausgewählt wurde. Ich freue mich riesig, dass ich diese Chance bekommen habe! Außerdem handelt es sich um die beiden größten und bekanntesten Rennen in den USA (Unbound gravel & Leadville Trail100). Zwei Rennen, an denen ich schon seit langem teilnehmen wollte!

Das bedeutet auch, dass du nicht viele Rennen in deinem Heimatland bestreiten kannst. Die Raid Evolénard wird eines der wenigen Rennen sein, die du in der Schweiz bestreiten wirst. Was gefällt dir an diesem Rennen und was hat dich überzeugt, hierher zu kommen? 

Ja, in der Tat, dieses Jahr werde ich nicht oft in der Schweiz fahren. Aber du weisst ja, dass ich die meisten Rennen schon oft gefahren bin. Um die Motivation hoch zu halten, suche ich nach neuen Herausforderungen. Die Raid Evolénard passt darum sehr gut in meinen Rennkalender. Obwohl ich in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit dem Rennen hatte, würde ich es gerne noch einmal versuchen!

Marc Bassingthwaighte

Die Raid Evolenard wird nächstes Jahr wieder Gastgeber der Schweizer Meisterschaften sein. Ist der Gewinn eines dritten Titels eines deiner Ziele für 2024?

Ich schaue nicht mehr so weit nach vorne, da ich bereits eine lange Karriere hinter mir habe und es viele ungewisse Punkte in meiner Zukunft gibt. Ich werde mich voll und ganz auf die diesjährige Saison konzentrieren, und danach werde ich weiter schauen. Aber das Rennen in diesem Jahr zu bestreiten, wird ein Vorteil für das nächste Jahr sein, auch wenn ich die Schweizer Meisterschaften in Grindelwald dieses Jahr verpassen werde.

Du hast gerade von Stoll zu Rose gewechselt. Kannst du uns mehr darüber erzählen: Wie ist es zu dieser Gelegenheit gekommen und was hältst du von dieser Marke, nachdem du sie ein paar Wochen gefahren bist? 

Ich bin in den letzten zwei Jahren als Privatfahrer unterwegs gewesen und es war eine tolle Partnerschaft mit Stoll Bikes. Aber für die Zukunft und auch für die Schotterrennen in den USA brauchte ich eine andere Unterstützung. Mit Rose Bikes konnte ich die perfekte Ergänzung für meine Projekte und auch meine Philosophie finden. Der erste Kontakt kam in Namibia zustande, da sie ihre Bilder für die neue Website in einem meiner Lieblingsgebiete gemacht haben. Ich fahre das Rad jetzt seit ein paar Wochen und bin super glücklich damit!

Marc Bassingthwaighte
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Stefanie Zahno auf den Spuren von Nino in Südafrika

Die Botschafterin des Raid Evolénard ist gerade erst aus Südafrika zurückgekehrt, wo sie sich auf ihre Saison vorbereitet hat. Dieses erste Trainingslager ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Stefanie Zahno sich die Mittel für ihre Ambitionen gibt und sich in diesem Jahr weiter verbessern will. Das Raid Evolénard spricht mit der Oberwalliserin über den Verlauf des Trainingslagers, ihre Ziele für die Saison und ihr neues Mountainbike!

Du bist aktuell im Trainingslager in Südafrika. Kannst du uns erläutern wie es zu dieser Trainingsmöglichkeit gekommen ist?

Ich habe letztes Jahr als Pflegefachfrau im Inselspital angefangen zu arbeiten zu 60%. Nun darf ich die gesammelten Überstunden kompensieren. Da habe ich sofort an Südafrika gedacht:)

Es ist das zweite Mal, dass du in Südafrika bist. Wie ist dein Eindruck dieses Mal?

Ich war bereits vor 4 Jahren in Stellenbosch. Die Trails sind super, das Wetter ist immer schön und es ist der ideale Ort zum trainieren im Winter. Ich konnte einige Radfahrer kennen lernen, was sehr cool ist. 

Planst du ebenfalls an einigen Rennen teilzunehmen?

Ich habe letzten Samstag an einem Marathon Rennen der grössten Marathon Serie in Südafrika teilgenommen. Dies war ein gutes Trainingsrennen für mich. Der Marathon ist hier sehr beliebt. Es waren viele Athleten, darunter auch viele Elite Frauen, am Start, was sehr spannend war für mich zu sehen. 

Du hast dieses Jahr von Scott auf Juliana gewechselt. Wie kam es zu diesem Wechsel und was kannst du uns über dein Juliana Bike erzählen?

Ich werde dieses Jahr für Rodeo Bike co, ein Fahrradgeschäft im Oberwallis, fahren. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Wilder von Juliana und freue mich sehr, die neue Saison in Angriff zu nehmen mit diesem neuen Partner an Bord. 

Wie wirst du deine Saison organisieren und was sind deine Hauptziele?

Wie letztes Jahr werde ich die Saison mit dem Etappenrennen 4Island in Kroatien starten. Danach werde ich an nationalen und internationalen Rennen teilnehmen. Ein Ziel ist sicherlich, der Spitze weitherin näher zu kommen. Ein weiteres Ziel für mich ist auch der Grand Raid und das Raid Evolenard im Juni!

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Die Anmeldungen für die Ausgabe 2023 des Raid Evolénard FMV sind offen

Der Raid Evolénard setzt seine Erfolgsgeschichte fort und wird 2023 erneut Teil des West Bike Cup und der Bike Marathon Classics sein. Die Kategorie “Team”, die 2022 eingeführt wurde, wird wieder auf dem Programm stehen, ebenso wie eine neue E-Bike-Kategorie, die einem neuen Publikum die Möglichkeit geben wird, die Freuden des Raid Evolénard zu entdecken! Vor dem Rennen findet am Samstag der traditionelle Kids Coaching Day statt, der seit einigen Jahren immer beliebter wird!

2023 wird für die Organisatoren des Raid Evolénard FMV ein Übergangsjahr sein, bevor 2024 wieder die Schweizer Meisterschaften im Mountainbike-Marathon ausgetragen werden. Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr wird die Eröffnung einer E-Bike-Kategorie sein. Mit dieser Kategorie reagieren die Organisatoren auf eine Nachfrage, die in den letzten Jahren immer dringender geworden ist, da die Zahl der Anhänger von Elektromountainbikes stetig wächst. Für die Organisatoren kam es jedoch nicht in Frage, ein E-Bike-Rennen auf Kosten der Teilnehmer des traditionellen Rennens Raid Evolénard zu veranstalten. Die Organisatoren haben daher eine neue Strecke ausgearbeitet, die zum größten Teil über die zweite Schleife des Raid Evolénard führt. Da die E-Bike-Fahrer unmittelbar nach den Marathonläufern starten werden, werden die Störungen auf der Strecke auf ein Minimum reduziert.

Der Kids Coaching Day eröffnet das Wochenende!

Ansonsten setzen die Organisatoren dieses Jahr auf Kontinuität und übernehmen alle Elemente, die den Erfolg des Raid Evolénard in den letzten Jahren ausgemacht haben, angefangen mit dem Kids Coaching Day am Vorabend des Rennens, der immer von “Les Bons Sirops Morand” unterstützt wird. Mit fast 80 Teilnehmern im letzten Jahr, die von Profis wie Christoph Sauser, Steve Morabito und Arnaud Rapillard beraten wurden, war der Erfolg vorprogrammiert, und Sie sollten die Anmeldefrist nicht verpassen, um 2024 an dieser Aktivität teilzunehmen!

Am Sonntag stehen wieder die üblichen Läufe auf dem Programm, darunter der 24km-Lauf für die Beliebten, der 35km-Lauf für die Erfahrenen und die Marathonstrecke für die am besten Trainierten! Die Team-Kategorie bietet auch weniger gut vorbereiteten Läufern die Möglichkeit, die gesamte Strecke zu bewältigen, allerdings nur zu zweit!

Die Strecken 35km und 62km werden wie jedes Jahr für den West Bike Cup gewertet. Es ist bereits die sechste Etappe der Westschweizer Serie, die Fahrer haben also schon viele Rennen in den Beinen!

Eröffnung der Bike Marathon Classics

Bei den Bike Marathon Classics wurde das Ortler Bike durch das Summer Bike in Château d’Oex ersetzt. Somit hat der Raid Evolénard die Ehre, die Serie am 18. Juni zu eröffnen! In Abwesenheit von Urs Huber, der seinen Rücktritt bereits angekündigt hat, nachdem er acht Jahre in Folge am Raid Evolénard teilgenommen hat, werden dennoch zahlreiche Anwärter an den Start gehen, um die Nachfolge von Martin Fanger und Carmen Zaugg anzutreten und das Leadertrikot der Serie überzustreifen!

Rennen für Kids immer kostenlos

Les enfants pourront se mesurer sur des parcours adaptés à leur niveau dans le cadre de la Raiffeisen Kids Cup. A l’exception des cadets, qui partent désormais depuis Evolène, tous les départs des enfants sont donnés à l’Hérens Arena aux Haudères, où se joue également l’arrivée de toutes les catégories. Comme toujours depuis 26 ans, les inscriptions pour les jeunes jusqu’à 16 ans seront gratuites, la promotion du sport auprès de la jeunesse étant un des objectifs prioritaires des organisateurs !

Les inscriptions en ligne sont ouvertes jusqu’au 15 juin. Les participants qui s’inscrivent avant le 30 mars bénéficient d’un rabais. Les inscriptions seront toujours possibles sur place le jour de la course, mais sans prix souvenir!

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Die Bike Marathon Classics wendet sich der Westschweiz zu

Die nächste Ausgabe der Bike Marathon classics hält einige Überraschungen bereit. Ohne den Ortler Bike Marathon, aber mit dem Summer Bike Marathon, kehrt die Serie komplett auf helvetischen Boden zurück und wird in der Westschweiz verstärkt. Eine gute Gelegenheit für Fahrer aus der Romandie, an einer Serie teilzunehmen, die sonst vor allem auf Deutschschweizer Ziele ausgerichtet war. 

 

In Abwesenheit des Ortler Bike Marathons, dessen Zukunft ungewiss ist, wird der Startschuss für die Serie am 18. Juni beim Raid Evolénard fallen. Auf die Walliser Etappe folgt am 2. Juli die Bergibike mit ihren wunderschönen Strecken durch das Greyerzerland. Der Summer Bike Marathon, ein Neuzugang in der Serie, empfängt die Fahrer am 15. und 16. Juli in der Region von Château d’Oex auf Strecken von 83 km, 47 km und 28 km.

Nach diesen drei Etappen in der Romandie wird sich die Serie der Deutschschweiz zuwenden, zunächst mit der traditionellen Berner Etappe beim Eiger Bike Marathon, der am 12. und 13. August in Grindelwald stattfinden wird. 
Nach dem Rücktritt von Marion Imfeld, die in den letzten 20 Jahren die Geschicke des Rennens leitete, ist die O-Tour noch immer auf der Suche nach einem neuen Komitee.

Eines ist sicher: Die Serie wird zwischen dem 22. und 24. September im Rahmen des Ironbike-Rennens in Einsiedeln enden, einem Rennen mit Bike Festival-Charakter, das dieses Jahr mit vielen Neuheiten aufwarten wird!

Um über alle Neuigkeiten der Serie auf dem Laufenden zu bleiben, sollten Sie uns weiterhin in den sozialen Netzwerken und auf unserer Website folgen!

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Paez und Peretti erste Leader bei den Bike Marathon Classics nach dem Ortler Bike Marathon

Auch mit der selektiveren Strecke kam es am Ortler Bike Marathon erneut zum Schlussspurt, den der Kolumbianer Leonardo Paez knapp vor dem Italiener Samuele Porro gewinnt. Dritter wird Fabian Rabensteiner. Bei den Frauen triumphiert Claudia Peretti vor Sandra Mairhofer.  

Es war ein knallhartes Duell, dass sich der zweimalige Bikemarathon-Weltmeister Leonardo Paez und der fünffache italienische Marathonmeister Samuele Porro im Finale lieferten. Dabei behielt Paez das bessere Ende diesmal für sich – nachdem er bei der letzten Austragung im Vinschgau 2019 auf dieselbe Weise noch den Kürzeren gezogen hatte gegen Schweizer Meister Urs Huber. Entsprechend enthusiastisch gab sich Paez im Siegerinterview: «Mein Ziel war es, am längsten Anstieg zu attackieren, um so die Entscheidung herbeizuführen. In der Folge wurde die Spitzengruppe immer kleiner bis nur noch Samuele da war. So haben wir uns arrangiert und zusammengearbeitet. Bei einem so langen Rennen ist es hilfreich, nicht allein zu sein. Am Ende hatte ich noch ein bisschen mehr Reserve. Ein Wimpernschlag entschied über den Sieg.»

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Muskelkrämpfe bremsten Porro

«Muskelkrämpfe in den Oberschenkeln bremsten mich im Schlussspurt», kommentierte Samuele Porro seine Niederlage im Zweikampf gegen Paez und ergänzte: «Bis Glurns waren wir eine gute Gruppe. Als Leo jedoch das Tempo anzog, wurde es heftig. Wir waren zunächst nur noch zu viert oder fünft wurden aber mit zunehmender Distanz immer weniger.» Auch dem amtierenden italienischen Marathonmeister Fabian Rabensteiner, der das Ziel als Dritter erreichte, fehlte am Schluss die Frische. Er sagte: «Am Anfang habe ich mich gut gefühlt. Aber nach der Hälfte des Rennens habe ich gemerkt, dass mir die Frische fehlt. Am letzten Anstieg habe ich alles gegeben und es noch geschafft, den dritten Platz zu halten.»

Zunächst prägten jedoch andere das anspruchsvolle 111-km-Rennen mit 3905 Höhenmetern. In Burgeis, nach einer Stunde und 40 Minuten Renndauer, lag ein Mann alleine an der Spitze: Der Belgier Wout Alleman, gefolgt vom Deutschen Sascha Weber, dem österreichischen Staatsmeister Daniel Geismayr und den Brüdern Nicolas und Lorenzo Samparisi – bis Paez in der zweiten Steigung angriff.

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Ein Duell auch bei den Frauen

Auch bei den Frauen kam es zu einem Duell, denn bereits in Burgeis hatten Claudia Peretti, Bronzemedaillengewinnerin bei den italienischen Meisterschaften, und Sandra Mairhofer aus Südtirol eine Minute Vorsprung auf Chiara Burato und Costanza Fasolis. Peretti siegte schliesslich solo. Sie sagte: «Am Schluss wurde es noch knapp. Mehr als die Hälfte des Rennens bin ich mit Mairhofer gefahren. Erst im letzten Teil des Rennens konnte ich mich von ihr absetzen.»
 
Auf der 69 km langen Strecke siegte der erfahrene Südtiroler Biker Klaus Fontana, während die Deutsche Sarah Marquardt bei den Frauen triumphierte. Auf der 46 Kilometer langen Classic-Strecke siegten der Triathlet Hannes Spahn und die Bünderin Letizia Strimer. Tobias Zaros und Anna Schmidt schwangen auf der 29-km-Kurzstrecke obenaus.
 
OK-Präsident Gerald Burger zog nach Abschluss der Wettkämpfe eine positive Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden und auch dankbar. Das Wetter war perfekt, es gab keine Unfälle, und der Sieger der Marathonstrecke war ein Weltmeister. 800 Teilnehmer und 500 Freiwillige sorgten für eine tolle Stimmung. Zahlreiche Rüchmeldungen und Teilnehmenden haben uns bestätigt, dass die vier neuen Strecken schön seien und ihnen der Neustart in Reschen gefallen hat. Mehr kann man sich nicht wünschen.»

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Resultate

111 km Männer
1. Leonardo Paez (Kol) 4:49.08; 2. Samuele Porro (It) 0,3; 3. Fabian Rabensteiner (It) 6:09; 4. Daniel Geismayr (Ö) 7:07; 5. Francesco Casagrande (It) 8:18. 6. Alfonso Arias (Kol) 10:54; 7. Nicolas Samparisi (It) 12:49; 8. Cristian Cominelli (It) 14:23; 9. Domenico Valerio (It) 15:28; 10. Stefano Valdrighi (It) 16:36. 11. Andrin Beeli (Sagogn) 20:02. 13. Fadri Barandun (Samedan) 20:35.

111 km Frauen
1. Claudia Peretti (It) 6:01.09; 2. Sandra Mairhofer (It) 10:06; 3. Silvia Sciponi (It) 12:33; 4. Chiara Burato (It) 16:41; 5. Costanza Fasolis (It) 30:36; 6. Vittoria Pietrovito (It) 35:04; 7. Janine Schneider (De) 39:15; 8. Alexandra Zürcher (Oey) 44:13; 9. Veronika Weiss (De) 45:42; 10. Tanja Priller (De) 59:47.

69 km Männer
1. Klaus Fontana (It) 3:06.17,3; 2. Noah Laschewski (De) 2:02; 3. Sebastian Bertoli (It) 3:57; 4. Lukas Bertle (De) 6:58; 5. Sven Mägdefessel (De) 11:35; 6. Manfred Steinbacher (Bad Ragaz) 11:42; 7. Thomas Pedrotti (It) 13:09; 8. Felix Stier (De) 13:52; 9. Dario Persich (It) 15:16; 10. Michael Barmann (De) 15:37.

69 km Frauen
1. Sarah Marquardt (De) 3:43.09; 2. Bianca Somavilla (Ö) 1:21; 3. Tinetta Strimer (Scuol) 8:51; 4. Daniela Hartmann-Neff (Jenins) 22:37; 5. Kerstin Kühnlein (De) 27:22; 6. Anja Schwär (Grabs) 27:22; 7. Anita Klaiber (Altstätten, SG) 40:04; 8. Luka Maria Hautmann (It) 42:26; 9. Lena Mautsch (De) 56:48; 10. Lisa Sulzberger (De) 59:55.

46 km Männer
1. Hannes Spahn (De) 2:21.49; 2. Thomas Hintner (It) 0:15; 3. Philipp Plunger (It) 0:16; 4. Hannes Pedross (Ö) 3:24; 5. Thomas Scholz (De) 5:02.

46 km Frauen
1. Letizia Strimer (Scuol) 2:42.50; 2. Ulrike Daubermann (De) 17:38; 3. Francesca Cola (It) 25:34; 4. Pia Vogt (De) 27:45; 5. Franziska Luzi (Donat) 30:19.

29 km Männer
1. Tobias Zaros (It) 1:13.47; 2. Edoardo Mottini (It) 6:31; 3. Edoardo Bortolotti (It) 8:44.

29 km Frauen
1. Anna Schmidt (De) 1:37.38; 2. Carina Keller (De) 1:52; 3. Rebecca Steiger (Rodels) 8:44.

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Bike Marathon Classics startet wieder am Ortler Bike Marathon

Am kommenden Samstag, 4. Juni beginnt nach zwei Jahren coronabedingtem Unterbruch die Bike Marathon Classics wieder am Ortler Bike Marathon. Erstmals in Graun am Reschensee wartet der Ortler Bike Marathon im Südtirol mit zahlreichen Neuerungen auf. Die Classics verfügt heuer wieder über sechs Läufe.

Ein neuer Austragungsort, vier neue Strecken und ein fast neuer OK-Präsident: So lassen sich die Fakten des neuen Ortler Bike Marathon zusammenfassen. Gründungspräsident Gerald Burger hat die Zügel wieder in die Hand genommen und arbeitet mit seinem routinierten Team und viel Freude an der Neuauflage des Rennens. Für die 6. Austragung ist der Tross von Glurns nach Graun im Vinschgau umgezogen. Unmittelbar vor dem historischen Kirchturm im Reschensee ist das neue Start- und Zielgelände mit zeitgemässer Infrastruktur für einen Wettkampf mit mehreren hundert Startenden. Gleich vier neue Rundstrecken führen über 29 km, 46 km, 69 km und 111 km durch das Obere Vinschgau.

Wer wird Nachfolger von Urs Huber?

Das lassen sich die italienischen Bikemarathon-Spezialisten natürlich nicht entgehen und treten in grosser Formation an. Allen voran der Sieger von 2018 und 2017, Juri Ragnoli, der EM-Zweite Samuele Porro und Mattia Longa. Sieganwärter sind aber auch die beiden Kolumbianer Alfonso Arias und Leonardo Paez. Paez stand zuletzt 2019 an Zweiter auf dem Ortler Bike Marathon-Podium. Der zweimalige Weltmeister wurde im Spurt noch kurz vor der Ziellinie von Schweizer Meister Urs Huber abgefangen. Huber wird dieses Jahr nicht im Vinschgau starten. In die Bresche springen könnten seine Landsleute Konny Looser aus dem Zürcher Oberland oder die beiden Bündner Fadri Barandun und Andrin Beeli. Ein gutes Resultat zuzutrauen ist ausserdem den Deutschen Markus Kaufmann und Sascha Weber, dem Österreicher Daniel Geismayr sowie dem Russen Alexey Medvedev.

Janine Schneider hofft, dieses Jahr einen Platz besser zu sein!

Deutlich kleiner ist das Feld der Frauen, in dem die Deutschen Janine Schneider und Anette Griner sowie die Schweizerin Alexandra Zürcher eine prägende Rolle spielen werden.

Die erste von sechs Prüfungen 2022!

Der 2. Lauf der Classics findet zwei Wochen später erstmals am Raid Evolenard statt. Das BerGiBike am 3. Juli gilt zugleich als Bikemarathon-Schweizermeisterschaft. Die Eiger Bike Challenge am 13. August in Grindelwald wird wie im Vorjahr wieder am Samstag ausgetragen. Die O-Tour Bike Challenge am 10. September in Alpnach gehört wiederum auch zur Weltmarathonrennserie des Radweltverbandes UCI und feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Das Finale am Iron Bike Race am 25. September in Einsiedeln findet auf einer komplett neuen Strecke statt.

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Bike Marathon Classics neu mit Raid Evolenard

Nachdem die Schweizer Mountainbike Marathon-Rennserie wegen Corona zwei Jahre nicht durchgeführt werden konnte, geben die Veranstalter 2022 wieder Vollgas. Dank der Aufnahme des Raid Evolenard am 19. Juni verfügt die Rennserie nun wieder über sechs Läufe. Den Auftakt macht der Ortler Bike Marathon am 4. Juni, der erstmals in Graun am Reschensee im Südtirol stattfindet. Dann kommt der Raid Evolenard in Evoléne. Das BerGiBike am 3. Juli gilt zugleich als Bikemarathon-Schweizermeisterschaft. Die Eiger Bike Challenge am 13. August in Grindelwald wird wie im Vorjahr wieder am Samstag ausgetragen. Die O-Tour Bike Challenge am 10. September in Alpnach gehört wiederum auch zur Weltmarathonrennserie des Radweltverbandes UCI und feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Die Teilnehmenden profitieren von 20 Franken Nachlass auf das Startgeld. Das Finale am Iron Bike Race am 25. September in Einsiedeln findet auf einer komplett neuen Strecke statt. Weitere Informationen und Anmeldung: bikeclassics.ch

Laüfe auf einen Blick :

Etappe #1 Ortler Bike-Marathon, Samstag 4. Juni 2022, Graun am Reschensee/Haut-Adige

Mit der 6. Ausgabe des Ortler Bike Marathon 2022 zieht das Start-/Zielgelände von Glurns nach Graun im Vinschgau. In Graun unmittelbar vor dem historischen Kirchturm im Reschensee entsteht ein tolles neues Start- und Zielgelände für den Ortler Bike Marathon! Freut euch mit uns auf ein neues Abenteuer, atemberaubende Strecken und ein tolles Renn-Wochenende im Oberen Vinschgau!

Etappe #2 Raid Evolénard, Sonntag 19. Juni 2022, Evolène

Nach der Durchführung der Schweizermeisterschaften 2015 und 2016, sowie der Europameisterschaften im Jahr 2021, erwartet uns im 2022 ein hervorragendes Rennformat für jegliche Hobbysportler sowie auch für ambitionierte MTB Rennläufer.

Mit Strecken von 24km, 35km, und 62km bietet uns das Raid Evolenard FMV ein spektakuläres Rennen im wunderschönen Val d’Héréns!

Etappe #3 BerGiBike, Sonntag 3 Juli 2022, Bulle, Schweizermeisterschaft

Das Groupe E Celsius BerGiBike ist die einzige Prüfung innerhalb der classics, die keine Runde bildet, sondern zwei Städte verbindet. Gestartet wird in der malerischen Altstadt von Fribourg. Bei der Fahrt über den knapp 1800 Meter hohen la Berra eröffnet sich eine phantastische Aussicht auf das Greyerzerland. Über den Gibloux geht’s weiter bis ins Ziel in Bulle.

Etappe #4 Eiger Bike Challenge, Samstag 13. August 2022, Grindelwald

Die Eiger Bike Challenge gehört mit seinen 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den fünf grössten Mountainbikeveranstaltungen in der Schweiz.

Die Herausforderung besteht aus einer 88 km-Strecke mit 3’900 Höhenmetern oder einer 55 km-Strecke mit 2’500 Höhenmetern im Tal von Grindelwald, zu Füssen von Eiger und Wetterhorn. Die Eigerbike Challenge findet jährlich, jeweils Mitte August statt und gehört zu den fünf grössten Mountainbikeveranstaltungen in der Schweiz.

Etappe #5 O-tour, Samstag 10. September 2022, Alpnach

Mit einem Teilnehmerfeld von knapp 1’000 Fahrerinnen und Fahrern, zählt die o-tour heute zu den grössten Sportanlässen der Zentralschweiz.

Die o-tour bietet mit ihren verschiedenen Kategorien Bikespass für jedermann/-frau. Die Strecken führen jeweils über eine bis zwei Talseiten von Obwalden. Dabei durchfahren Sie eine einmalige und atemberaubende Landschaft, angefeuert von sportbegeisterten Zuschauern am Wegrand.

Seit 2009 ist die o-tour in der Schweizer Bike Marathonserie (Bike Marathon Classics) integriert. Zudem ist die o-tour der einzige zentralschweizer Event der UCI MTB Marathon Series.

O-Tour Bike-Marathon, am Sonntag, 9. September 2018 in Alpnach. Foto Martin Platter

Etappe #6 Iron Bike Race, Sonntag 25. September 2022, Einsiedeln

Mountainbike-Rennen rund um das wunderbar gelegene Sihl-Hochtal der Region Einsiedeln.

Das legendäre IRON BIKE RACE in Einsiedeln wird Ende September mit einer neuen Strecke und noch viel mehr zurückkehren! Wie jedes Jahr wird das Ironbike das Finale der Serie bilden, und die Teilnahme an dieser Etappe ist obligatorisch, um in der Endwertung zu erscheinen.

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Urs Huber am Start des Raid Evolénard – FMV, um Alex Moos in der Palmarès zu überholen

Am 19. Juni wird Urs Huber zum siebten Mal beim Raid Evolénard – FMV an den Start gehen und versuchen, einen vierten Sieg zu erringen, mit dem er den ehemaligen Walliser Meister Alex Moos in der Rangliste überholen könnte. Auf den Fahrer aus Mettmenstetten wartet eine grosse Herausforderung, denn er wird erneut versuchen, das Double Hero Dolomites/Raid Evolénard – FMV zu gewinnen. Der Schweizer Mountainbike-Marathon-Spezialist hat seinen Vertrag mit dem Team Bulls bis Ende 2025 verlängert und plant, seine Karriere beim Grand Raid BCVs, seinem Lieblingsrennen bei den Weltmeisterschaften 2025, zu beenden!

Du bist zuletzt vor einem Monat beim Cape Epic mit Simon Schneller gefahren. Es sah so aus, als ob du guten Tagen hattest, wie zum Beispiel auf der fünften Etappe, wo du in der Nähe des Podiums gelandet bist, und einige schwierigere Etappen. Wie verlief dieses Rennen für dich?

Ich fühlte mich beim Cape Epic sehr gut und wurde jeden Tag noch stärker. Gesamthaft sind wir mit dem fünften Schlussrang zufrieden, auch wenn noch ein Etappenpodium oder sogar -sieg es noch etwas schöner gemacht hätte. Ich bin auch sehr glücklich gesund und nicht völlig verausgabt aus dem Cape Epic gekommen zu sein und nun die weitere Saisonin Angriff nehmen zu können.

Wie sah dein Programm seit deiner Rückkehr aus Südafrika aus und wie fühlst du dich ein paar Tage vor deinem nächsten Rennen in Riva del Garda?

Wie immer nach dem Cape Epic gönnte ich mir eine kurze Pause. Es war dieses Jahr eine Woche in der ich nur ganz wenig und locker trainiert habe. Ich fühlte mich schon nach wenigen Tagen wieder bereit, doch im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf war es wichtig eine Woche einzuhalten. Danach nahmich das Training wieder richtig auf und absolvierte nochmals zehn Tage richtig viel Umfang. Mit einem Strassenkriterium (GP Osterhas) am letzten Samstag intensivierte ich den Trainingsrhythmus erstmals wieder und werde nun auch bis zum Marathon in Riva del Garda vermehrt intensivere Abschnitte ins Training einbauen. Ich fühle mich aktuell gut und auf dem richtigen Weg für den Saisonauftakt in Europa.  

Dieses Jahr wirst du weder an den Swiss Classics noch am Alpencup teilnehmen, zwei Serien, bei denen du in den letzten Jahren sehr erfolgreich warst. Was war der Grund für diese Entscheidung und was sind deine Prioritäten für 2022?

Es war dieses Jahr sehr schwierig für mich, die Saison zu planen. Doch nach zwei schwierigen Jahren mit der Pandemie möchte ich mich auf keinen Fall über zu viele Rennen beschweren. Schlussendlich gab ein Abwiegen der Interesse der Sponsoren, meine Wünsche und die Atraktivität der Rennen den Ausschlag zu meinem Rennkalender. Aber es ist richtig, dass es mir sehr schwer fällt, gewisse Rennen nicht bestreiten zu können. Speziell das MB Race mit 7000 Höhenmetern wäre ich sehr gerne gefahren, doch es kollidiert mit der Schweizer Meisterschaft.

Im Gegenteil wirst du das 8. Jahr in Folge beim Raid Evolénard am Start stehen. Was motiviert dich, in Evolène an den Start zu sein, zumal du am Vortag erneut die Hero Dolomites bestreiten wirst?

Ich fahre das Raid Evolénard wenn immer es möglich ist. Die attraktive Strecke, die Charakteristik des Rennens und die ganze Organisation zieht mich immer zurück nach Evolène. Die Kombination mit dem Hero Dolomites macht es einzigartig!

Wenn ich mich nicht irre, hast du vor ein paar Jahren einen Vertrag mit dem Team Bulls bis 2022 unterzeichnet. Weisst du schon, wie deine Situation im nächsten Jahr aussehen wird?

Mein Vertrag bei Bulls lief Ende 2021 aus und ich bin sehr glücklich und fühle mich privilegiert, ihn verlängert haben zu können. Ich möchte hiermit meinem Team und allen Sponsoren für die Jahre lange Treue und das Vertrauen zu danken.

Im Jahr 2025 werden die Grand Raid BCVs die Weltmeisterschaften ausrichten. Ist das für dich ein Ansporn, noch ein paar Jahre an der Spitze zu bleiben?

Mein Vertrag bei Bulls läuft bis 2025 und die WM beim Grand Raid BCVS wird mein letztes Rennen sein. Es ist wie ein Traum meine Karriere mit der WM bei meinem Lieblingsrennen beenden zu können und ich bin mir sicher, es wird ein ganz spezieller Tag zu werden.

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Stefanie Zahno startet ihre Saison beim Etappenrennen 4Islands in Kroatien

Die Oberwalliser Fahrerin Stefanie Zahno, die im 2022 für das Team Raid Evolenard/Chalet Sepp fährt, wird diese Woche zusammen mit Marinette Martin am internationalen Etappenrennen 4Islands teilnehmen. Dies ist ein 5 tägiges Etappenrennen in Kroatien mit 262km und 5720m Höhendifferenz bergauf. Nun hat Raid Evolenard FMV nachgefragt, um mehr zu wissen:

Wie sind deine Renn und Saisonvorbereitungen gelaufen?

Dieses Jahr habe ich im Winter viel Ausdauer trainiert. Ende Februar hatte ich dann eine Corona Infektion. Aktuell freue ich mich sehr auf die kommende Saison, kann aber meine Form nicht richtig einschätzen vor dem ersten Rennen. 

Du nimmst diese Woche am 4Islands teils. Kannst du uns etwas mehr über diesees Rennen erzählen?

Das 4Islands wird auf 4 verschiedenen kroatischen Inseln ausgetragen und ist für seine steinige und coole Strecke bekannt.Das spezielle an diesem Rennen ist es also, jeden Tag auf einer anderen Insel zu fahren.

Es gibt länger je mehr Etappenrennen seit den letzten Jahren. Wieso hast du ausgerechnet dieses Rennen ausgewählt?

Ich bin überzeugt, dass das Rennen für mich eine  wertvolle Erfahrung und ein gutes Training werden wird, vor allem da es recht früh in der Saison ist und ich die Rennatmosphäre am Meer und auf den Inseln geniessen werde. 

Du wirst zusammen mit Marinette Martin starten. Kannst du uns von deiner Partnerin erzählen? Was hat euch zusammen geführt?

Marinette ist eine Moutainbikerin und Mutter von drei Kindern aus Chateau-d-Oex. Sie verfügt bereits über Erfahrung in Etappenrennen. Ich habe sie angefragt, um das Rennen mit mir zu bestreiten und wir haben uns somit also vor 1 Woche das erste Mal getroffen. Es bleibt also für uns beide eine neue Erfahrung. 

Du hast kürzlich den Sportpreis der Walliser Kantonalbank gewonnen. Was bedeutet dir dieser Preis?

Für mich ist es eine grosse Ehre, diesen Preis zu gewinnen. Hiermit werden meine Leistungen anerkannt und belohnt. Ich bin sehr dankbar für diesen Preis!

Du hattest letzte Saison gute Resultate, mit dem Sieg am Grand Raid BCVs ab Heremence. Was sind deine Ziele für dieses Jahr?

Das Ziel dieser Saison ist, dort anzuknüpfen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe und mich stetig weiter zu verbessern. Ich werde weiterhin nationale und einige internationale Rennen bestreiten, mit dem Fokus auf einzelne Rennen. 

Vielen Dank und viel Glück für deine Saison!