Zum ersten Mal in 30 Jahren Geschichte vereint die Bike Marathon Classics die sechs wichtigsten Mountainbike-Marathon-Rennen der Schweiz. Mit der Ankunft des Jura Bike Marathons und der Rückkehr des Nationalpark Bike-Marathons erreicht die Serie eine neue Dimension. Insgesamt erwarten die Marathon-Fans nicht weniger als 569 Kilometer und 21’589 Höhenmeter auf den schönsten Singletrails der Schweizer Alpen – eine fantastische sportliche Herausforderung.
Die Saison 2025 hatte bereits die Messlatte sehr hoch gelegt, mit Spannung bis zum letzten Rennen, um schliesslich die Vize-Weltmeisterin Anna Weinbeer bei den Frauen triumphieren zu sehen, während der Schweizer Hansueli Stauffer den Europameister Andreas Seewald und den ehemaligen belgischen Doppelmeister Frans Claes knapp besiegte. Doch die Version 2026 wird von einem noch höheren Kaliber sein.

Sechs Rennen quer durch die Schweiz von Mai bis September
Der Jura Bike Marathon eröffnet bereits am 17. Mai die Saison mit einem UCI-zertifizierten Rennen, das regelmässig ein internationales Fahrerfeld auf einem technischen und abwechslungsreichen Kurs empfängt. Einen Monat später, am 21. Juni, treffen sich die Fahrer im Wallis, um die dreissigste Ausgabe des Raid Evolénard zu feiern, der bei dieser Gelegenheit als Schweizer Meisterschaft der Disziplin ausgetragen wird. Nach einer Pause im Juli folgt ein intensiver August, zunächst mit der Eiger Bike Challenge in Grindelwald, die ihre spektakuläre Kulisse am Fuss von Eiger, Mönch und Jungfrau am zweiten August-Wochenende bietet. Eine Woche später folgt der Grand Raid BCVS, das älteste Rennen seiner Art und Austragungsort der Weltmeisterschaft 2025, mit seinen gefürchteten 125 Kilometern und 5025 Höhenmetern zwischen Verbier und Grimentz. Die Fahrer haben kaum Zeit zur Erholung, denn bereits eine Woche später findet der Nationalpark Bike-Marathon statt. Das längste Rennen der Serie mit seinen 141km feiert bei dieser Gelegenheit sein 25-jähriges Jubiläum. Die Serie endet in Schönheit am letzten September-Wochenende mit dem Iron Bike Race in Einsiedeln, das sein 30-jähriges Bestehen feiert.

Eine Seite wird umgeblättert
Sportlich wird die Ausgabe 2026 spannend, denn Urs Huber und Hansueli Stauffer, zwei Fahrer, die in den letzten Jahren stets Hauptrollen spielten, haben Ende 2025 ihre sportliche Karriere beendet. An Nachfolgern mangelt es nicht, allen voran der amtierende Schweizer Meister Casey South, der Ende letzter Saison seinen ersten Weltcup gewann, oder der erfahrene Marc Stutzmann, der auf höchstem Niveau an Spitzenplatzierungen gewöhnt ist. Der Westschweizer Alexandre Balmer, Schweizer Meister 2024, hat bewiesen, dass er mit den Besten mithalten kann und wird ebenfalls ein Wort mitzureden haben, sofern es sein Strassenrennkalender zulässt. Der Routinier Martin Fanger, Gesamtsieger der Classics von 2022 bis 2024, hat noch nicht sein letztes Wort gesprochen, während die junge Garde mit Fadri Barandum, Andri Beelin, Micha Klötzli und Fabian Heizer weiter an Stärke gewinnt. Und mehrere ausländische Fahrer werden zweifellos versuchen, für Überraschungen zu sorgen, allen voran Frans Claes und Andreas Seewald.

Die Damen in Hochform
Bei den Frauen wird Anna Weinbeer, Vize-Weltmeisterin und Gesamtsiegerin der Classics 2025, auf Königskurs zur Titelverteidigung sein, wenn sie weiterhin auf dem Niveau fährt, das sie 2025 zeigte. Sie wird es mit Alessia Nay zu tun haben, Gesamtsiegerin der Classics 2024, die nach einer Verletzungspause zurückkehrt, sowie mit Irina Lützelschwab, Mallory Barth, Chrystelle Baumann und Stefanie Zahno. Der Nachwuchs mit Elodie Python und Dounia Challandes wird sich ein spannendes Duell auf der Mitteldistanz liefern. Als Führende nach dem ersten Lauf 2025 musste Dounia schliesslich Elodie aufgrund einer Verletzung zum Gesamtsieg davonziehen lassen. Sie wird sicherlich darauf aus sein, Revanche zu nehmen.

