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Christoph Sauser auf der Entdeckung des Raid Evolénard

So überraschend es auch sein mag, kann man als mehrfacher Weltmeister, olympischer Medaillengewinner, und Sieger von Rennen auf fast allen Kontinenten immer noch Rennen entdecken, welche eine Stunde von zu Hause entfernt stattfinden. Nach fast 20 Jahren auf höchstem Niveau wird Christoph Sauser in der Tat zum ersten Mal am Raid Evolénard teilnehmen.Und er wird nicht nur am Sonntag am Start sein, sondern auch am Samstag, um die Jugend zu coachen und das ganze Wochenende, um seine Songo Foundation zu fördern! Zwei Monate vor dem Start beantwortet Christoph Sauser unsere Fragen:

Credit Fotos: Michal Cerveny

Die Mehrzahl der Profis legen nach dem Karriereende das Velo beiseite. Bei dir ist es anders, sogar nach deinem Karriereende nimmst du weiterhin an Rennen teil, und dies auf einem sehr hohen Niveau – zum Beispiel beim letztjährigen Grand Raid, wo du 10. wurdest und die zweitbeste Zeit in der letzten Abfahrt absolviert hast. Wo findest du die Motivation, um immer noch so leistungsfähig zu bleiben ?

Ich liebe Radfahren mit all seinen Komponenten, ob auf der Strasse oder mit meinem Enduro Bike. Viel weniger steht jetzt der Fitness-Faktor im Mittelpunkt. Am liebsten Entdecke ich neue Regionen, habe meine mini Abenteuer zusammen mit Kollegen in den Bergen wo die technischen Trails eine grosse Herausforderung darstellen. Für ein Eintagesrennen reicht manchmal meine Form noch ganz gut aus, jedoch wenn ich ein Etappenrennen bestreiten würde hätte ich keine Chance mehr. Fahre gerne ein paar Rennen pro Jahr -natürlich aus der Komfortzone wenn ich schon eine Startnummer am Rahmen habe- jedoch Resultat spielt mir keine grosse Roller mehr. 

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Du wurdest letztes Jahr Vater. Wie hat die Geburt dein sportliches Programm beeinflusst ?

Seit meinem Comeback für die Cape-Epic im letzten Jahr habe ich schon lange kein sportliches Programm mehr. Vater zu sein ist eine neue Herausforderung welche echt Spass macht und so viel zurückgibt. Meine Frau und ich müssen uns jetzt aber viel besser organisieren…

 

Die Stiftung Songo, welche du gegründet hast, feiert dieses Jahr ihr 10. Jubliäum. Kannst du uns kurz erklären, wie die Idee entstanden ist, diese Stiftung aufzubauen und welche die Ziele der Stiftung sind?

Südafrika besuche ich schon seit langem. Es gibt sehr viele unterprivilegierte Kinder in Townships. Mit einem Kollegen haben wir songo.info gegründet. Es profitieren 70 Kids von einem BMX, MTB und schulischem Aus -und Weiterbildungsprogramm. Wir haben ein Klubhaus ausgestattet mit Computern, Bibliothek, Küche, Sanitären Anlagen und GYM. Betreut und Ausgebildet werden die Kids von sieben vollzeit  Angestellten. Wir fördern alle Kids persönlich, damit sie vom Programm längerfristig oder sogar lebenslang profitieren können!

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Die Teilnehmer des Raid Evolénard haben bei der Anmeldung die Möglichkeit, einen Betrag der Stiftung Songo zu spenden. Was möchtest du ihnen sagen, um sie zum Spenden zu ermutigen ?  

In der Schweiz aufzuwachsen ist ein absolutes Privileg. Im Vergleich mit 3 Weltkinder sind wir in “Butter geboren”! Mit ihrem Beitrag können sie eine positive Veränderung der Kids erzielen, welche völlig unterprivilegiert aufwachsen. Unsere songo.info Strukturen sind Schlank! Kein Geld wird in unnötige Administration, Miete etc. verschwendet.  Bitte schaut euch unsere Webseite www.songo.info an. Jeder Rappen Zählt, auch bei uns!

Du wirst in Evolène schon am Samstag zu sehen sein, um die Jungen bei der Streckenbesichtigung zu coachen. Welche Botschaft möchtest du den Jungen, welche einen ähnlichen Weg wie du einschlagen möchten, mit auf den Weg geben ?

Geniesst die Freiheit mit dem Bike unterwegs zu sein, mit all den Facetten die dazu gehören!

 

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Am Sonntag wirst du zum ersten Mal am Marathon-Rennen des Raid Evolénard teilnehmen. Was sind deine Ziele ?

Ich werde nicht mit einem rennspezifischem Bike am Start stehen. Kurz vor dem Raid Evolénard wird Specialized ein neues Bike vorstellen. Ich werde damit bestimmt viel Spass in den Abfahren haben, aber immer noch zügig den Berg hochfahren können, dies ist jedoch auf sehr Fitness abhängig!

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Foto Martin Platter

Urs Huber, eine Saison zum Vergessen

Nach einem außergewöhnlichen Jahr 2016, in dem Urs Huber nicht weniger als zwölf Rennen gewonnen hatte, konnte der Zürcher in 2017 wohl nicht so gut machen. Sein Sieg beim MB-Race in Frankreich war der einzige Highlight in einer verkorksten Saison 2017, bis zum Sturz am Grand Raid mit einem gebrochenen Schlüsselbein und einem frühen Saisonende. In diesem Interview erklärt Urs Huber, wie er diese Saison erlebt hat und verkündet seine Ziele für die Saison 2018, wieder mit dem Raid Evolénard !

Fotos: Martin Platter

Dein Sturz während des Grand Raid BCVs ist jetzt mehr als vier Monate alt. Wie hast du dich von deinem Schlüsselbeinbruch erholt und wie fühlst du dich?

Die Folgen meiner Verletzung sind wieder bestens verheilt und ich bin zurück im normalen Training wie jedes Jahr zur Vorbereitung auf die nächste Saison. 

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Ich kann mir vorstellen, dass es eine sehr frustrierende Zeit war. Zur Zeit deines Sturzes führtest du den Grand Raid und du schienst in der Lage zu sein, die großen Ziele deiner Saison zu erreichen, einschließlich der Verteidigung deines Schweizermeister Titels und vielleicht eines Finalsieges beim Alpine Cup. Wie hast du diese Zeit erlebt?

Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass ich am Grand Raid endlich zu alter Stärke zurück gefunden habe. Zum Zeitpunkt des Sturzes war ich restlos vom Sieg überzeugt. Allerdings waren die Schmerzen nach dem Sturz so gross, dass Resultate vorerst in den Hintergrund rückten und ich zuerst einfach wieder gesund werden wollte. Daher war es auch nicht so schwer, die restlichen Rennen zu verpassen, ich lernte in dieser Zeit, dass es wichtigeres gibt als Ranglisten. Rückblickend glaube ich sogar, dass mich diese schwierige Zeit weiter gebracht hat für die Zukunft.

 

Trotz dieser schlechten Zeiten hast du immer noch großartige Leistungen erzielt, wie zum Beispiel diesen Sieg im MB-Race. Welche Bilanz hältst du von dieser Saison?

Die Saison 2017 war schon sehr ernüchternd. Zuerst das enttäuschende Cape Epic. Drei Monate Vorbereitung und hartes Training wurden dabei innert kürzester Zeit wertlos, ohne dass ich vieles dafür konnte. Darauf brauchte ich lange um mich davon zu erholen. Erst in meinen Lieblingsrennen im August; Ischgl, Eiger Bike, Grand Raid und SM fand ich endlich wieder die nötige Motivation um jeden Tag, in jedem Training 100% zu geben. Dann war ich gut in Form aber es klappte trotzdem nicht. Rückenschmerzen in Ischgl, Defekt und Aufgabe am Eiger Bike und schliesslich Sturz, Verletzung und Saisonende am Grand Raid und somit das Meistertrikot kampflos verloren. Es war hart und ungewohnt für mich, weil ich mir so schwierige Momente nicht gewohnt war, aber der Sturz war auch eine Erlösung von dieser verkorksten Saison. Das MB-Race war das einzige Highlight des Jahres. Es war ein richtiges Abenteuer mit 7’000 Höhenmetern von denen ich keinen einzigen kannte und zehn Stunden Rennzeit. Daran erinnere ich mich gerne zurück;)

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Du wirst wahrscheinlich bald dein Rennkalender für 2018 veröffentlichen. Was sind die großen Ziele für diese Saison?

Am wichtigsten ist es mir gesund durch die Saison zu kommen und keine so grossen Enttäuschungen wie das Cape Epic 2017 mehr erleben zu müssen. Wenn ich das schaffe, bin ich überzeugt, dass ich vieles erreichen kann was ich mir wünsche; Sieg am Grand Raid, Gesamtsieg Alpine Cup, Gesamtsieg Garmin Bike Marathon Classic, Schweizer Meistertitel und natürlich ein erfolgfeiches Raid Evolénard!

Nach ihrem Sieg im Jahr 2016 war das Cape Epic 2017 eher eine Enttäuschung … Ist die Strategie der Team Bulls für die Ausgabe 2018 schon gemacht? Werden wir das Paar Platt / Huber am Start wieder sehen?

Die Aufstellung für das Cape Epic werden wir je nach Situation festlegen.

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Danke viel Mal und viel Erfolg in 2018!

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Foto Martin Platter

Die Einschreibung ist eröffnet !

Es ist so weit, die Anmeldungen für die 22. Austragung des Raid Evolènard (10. Juni 2018) sind von nun an auf der Webseite von MSO möglich – einmalig ist dabei, dass die Gebühr für die beliebteste Kategorie, der 35km-Strecke, auf 40 Franken hinuntergesetzt wird. Der Raid Evolénard ist demnach sicher das einzige Rennen, welcher eine günstigere Anmeldegebühr im Jahre 2018 als im Jahre 1997 anbietet ! Melden Sie sich also an, bevor das OK auf diese Entscheidung zurückkommt… Für die anderen Kategorien gibt es keine Preisänderungen, aber eine Änderung bezüglich des Datums, denn der Raid Evolénard findet eine Woche früher als sonst statt, diesmal am 10. Juni. Eine Änderung der Startzeit gibt es ebenfalls, mit einem Start um 9 Uhr. Alle Infos bezüglich der Kategorien und Startzeiten finden sie hier.

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Vom Wallis nach Afrika

Letztes Jahr haben viele unter Ihnen an die Stiftung „Le Geste Solidaire“ gespendet, was am Ende in einer Spende von 1000 CHF resultierte. Dieses Jahr wird wiederum eine solche Aktion organisiert, wobei die Spenden diesmal zur Hälfte an die Stiftung „Le Geste Solidaire“, welche Walliser Familien in Not unterstützt, und zur anderen Hälfte an die Stiftung „Songo“ gehen. Diese wurde von der MTB-Legende Christoph Sauser teilgegründet und feiert 2018 ihr 10. Jubiläum. Sie fördert die Erziehung von benachteiligten Kindern aus den Townships von Stellenbosch (Südafrika) und bringt ihnen das Mountainbiken näher.  Seit 2008 haben hunderte Junge so eine Erziehung, eine Arbeit und eine Zukunft erhalten – die Stiftung verdient Ihre Unterstützung ! Am Tage des Rennens werden ebenfalls Velotrikots der Songo Stiftung zum Verkauf stehen !

 

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Warten Sie also nicht mehr und schreiben Sie sich so schnell wie möglich auf www.mso.ch  ein !

 

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